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  • AutorenbildManja Gideon Foundation

«Mit Papier und Bleistift Leben retten»

Aktualisiert: vor 5 Tagen

Mit diesem Satz brachte Dr. Michael Rabner am Ende seines Vortrags nochmal auf den Punkt, wie man selbst aktiv werden kann: die eigene Familiengeschichte genau anschauen und bei Krebshäufung den «roten Faden» finden. Über einen Infoabend, der Fachwissen, Patientinnen-Engagement und Netzwerken sinnvoll zusammenbrachte.


(left to right) Dr. Michael Rabner, Erika Gideon, Janna Ulrich, Photo: Adrian Ehrat
v.l.n.r.: Dr. Michael Rabner, Erika Gideon, Janna Ulrich, Bild: Adrian Ehrat

Den Roten Faden finden – eine der Möglichkeiten, um einen besseren Überblick über Krebshäufung in der nahen Familie und Verwandtschaft zu bekommen. Einen Stammbaum zu erstellen ist einfach, es gibt dafür Fragebögen. Denn in manchen Familien tritt Krebs vermehrt auf. Wenn man aus einer sogenannten Krebsfamilie kommt, kann die familiäre Häufung ein Indiz für eigenes Risiko sein.


Seit 2019 kooperieren die Krebsliga Zürich und die Manja Gideon Stiftung und veranstalten in Zürich und in Winterthur im Mai, stets rund um den World Ovarian Cancer Day am 8. Mai, Informationsabende zum Thema Eierstockkrebs. Auch dieses Jahr war die Veranstaltung ausgebucht – ein Zeichen dafür, dass direkter Austausch und unabhängige Informationsangebote wertvoll bleiben.

Die Vorträge und Podiumsgespräche klären auf: über Symptome für Eierstockkrebs, die Rolle von Genmutationen für Brust- und Eierstockkrebs, genetische Beratung oder psychologische Aspekte. 


Dr. med. Michael Rabner, Facharzt mit eigener Praxis in Zürich, erläuterte in seinem fundierten und verständlichen Vortrag die Symptome des Eierstockkrebs – die so allgemein sind, dass Frauen sie oft lange ignorieren. Wer geht schon wegen Bauchweh und Blähungen zum Arzt!? Er ging darauf ein, dass es bis heute keine Methode für Früherkennung der Krankheit gibt. BRCA-Mutationen, die sowohl von Frauen wie von Männern weitervererbt werden, beeinflussen jedoch das Risiko für Brust- und Eierstockkrebs massiv. Wer davon betroffen ist, kann mit vorsorglichen Operationen seine Chancen verbessern, dass der Krebs nicht kommt. Sein Rat daher an alle Frauen und Männer in der Zuhörerschaft: Lassen Sie sich testen!


Eine grosse Bereicherung war der offene Austausch mit Janna Ulrich, Vertreterin der BRCA-Gruppe Zürich. Zum erstenmal seit der Gründung der Gruppe vor acht Jahren hat sich ein Mitglied bereit erklärt, über ihre Arbeit zu sprechen. Dann aber richtig: «Ich bin offen wie ein Buch – man kann mich alles fragen!».


Aktuell sind zirka 40 Frauen mit BRCA-Mutationen aus der ganzen Schweiz in dieser Gruppe, der einzigen dieser Art im Land. Frauen, die noch nicht erkrankt sind sowie solche, die bereits erkrankt sind. Sie treffen sich jeden 1. Dienstag im Monat online, tauschen sich in einer whatsapp-Gruppe aus und sind füreinander jederzeit erreichbar. Wie die Gruppe genau funktioniert und warum Selbsthilfegruppen Kraft spenden, erzählt sie im Interview hier.


Nächste Termine der Gruppe finden Sie hier.




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